Update-Publikationen 2015

Psychopharmakabooklet Austria 2015

Die medikamentöse Behandlung von Patienten mit psychischen Störungen und psychiatrischen Erkrankungen ist vielschichtig und stellt aufgrund von Multimorbidität, Polypharmazie, veränderter Pharmakodynamik und Pharmakokinetik bzw. Arzneimittel-interaktionen und Compliance-Problemen eine große Herausforderung dar. Durch eine interaktions­orientierte und nebenwirkungsgeleitete individuelle Auswahl der richtigen Medikamente und häufige Kontrollen der Verordnungen können schwerwiegende unerwünschte Wirkungen und Fehlbehandlungen jedoch vermieden und die Patienten einer effektiven Therapie zugeführt werden. In diesem Sinne wurde vom Interdisziplinären Forum für Psychopharmako-Therapie im Alter (IFPA) auf Grundlage der Evidence Based Medicine und den praktischen Erfahrungen der Autoren das vorliegende Psychopharmaka-Booklet erarbeitet, das Ärzten im niedergelassenen und stationären Bereich praxisorientierte Hilfestellungen für die Psychopharmakotherapie beim älteren und allenfalls multimorbiden Patienten geben und als kompaktes Nachschlagewerk in der täglichen Praxis dienen soll. Das Psychopharmaka-Booklet Austria 2015 beinhaltet neben einer kurzen Beschreibung aller im Austria Codex gelisteten Psychopharmaka auch die persönlichen Erfahrungen der Autoren zu den jeweiligen pharmakologischen Interaktionspotentialen (=IFPA-Tipp).

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Stellenwert des Calprotectin-Tests in der diagnostischen Abklärung gastrointestinaler Erkrankungen für die tägliche Praxis

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CEDs), deren Ätiologie noch nicht endgültig geklärt ist, doch mehren sich die Hinweise auf ein Zusammenspiel von genetischen und umweltbedingten Faktoren [Vavricka & Rogler, 2009; Burri & Beglinger, 2012]. Die Prävalenz beider Krankheitsbilder ist in hochentwickelten Industrieländern wie Nordamerika und Europa überdurchschnittlich hoch und sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen im Steigen begriffen. Vor allem Skandinavien ist stark betroffen, doch auch in Süd- und Osteuropa sowie asiatischen Ländern, deren Lebensstil sich zunehmend „verwestlicht“, nimmt die Anzahl der Erkrankungen zu. Schätzungen zufolge sind in Europa 0,3 % der Bevölkerung von CED betroffen, d. h. etwa 2,5–3 Millionen Einwohner [Burisch et al., 2013]. Bis zu 20 % aller CED-Fälle manifestieren sich im Kindesund Jugendalter, wobei in dieser Altersgruppe Morbus Crohn (MC) etwas häufiger als Colitis ulcerosa diagnostiziert wird [Burri & Beglinger, 2012] ...


Stellenwert von ellaOne® in der Notfallverhütung

Noch nie war Empfängnisverhütung so einfach wie heute. Dennoch stehen einem großen Angebot ein eklatantes Wissensdefizit über die Wirksamkeit der Methoden und eine hohe Anzahl ungewollter Schwangerschaften und Abbrüche gegenüber. Gemäß österreichischem Verhütungsreport aus dem Jahr 2012 überschätzen viele Österreicher die Wirksamkeit von mittelmäßig (Kondom – bei „typischer Anwendung“) bis wenig wirksamen Verhütungsmethoden (Aufpassen, Tage zählen, Selbstbeobachtung), die sie fälschlicherweise als sehr wirksam einstufen. So hatte sich ein Drittel der Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden, auf ein Kondom verlassen [Gynmed, 2012]. Im Österreichischen Verhütungsreport aus 2012 berichten 15% der 16–49-jährigen Frauen eine ungewollte Schwangerschaft, wobei mehr als die Hälfte der Betroffenen sich in dieser Situation für einen Schwangerschaftsabbruch entschied. Ungewollte Schwangerschaften stellen für die betroffenen Frauen ungeachtet ihres kulturellen, sozialen oder religiösen Hintergrunds immer eine Krisensituation dar. Sie bedeuten nicht nur für die betroffenen Frauen und Familien eine erhebliche Belastung, sondern auch für die Gesundheitssysteme ...


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