Update-Publikationen 2014

Experten Statement – Dymista®, die neue Therapieoption für die allergische Rhinitis

Immunglobulin-E (IgE)-vermittelte Allergien nehmen in der westlichen Welt kontinuierlich zu. Die allergische Rhinitis (AR) ist die häufigste Erscheinungsform einer Allergie überhaupt. In Österreich ist fast ein Viertel der Bevölkerung betroffen. Je nach Auslöser treten die Symptome intermittierend oder saisonal (z. B. bei Pollenallergie) oder persistierend und ganzjährig (z. B. bei Hausstaubmilbenallergie) auf. Die Lebensqualität der Allergiker ist stark vermindert. Sie schlafen schlecht, sind bei alltäglichen Aktivitäten der Freizeit behindert und ihre Leistungsfähigkeit in Arbeit bzw. Schule ist reduziert. Eine unzureichende Behandlung einer AR führt typischerweise zu einer progredienten Verschlechterung der Symptomatik. Studien belegen, dass bis zu einem Drittel aller Patienten mit der Zeit sogar allergisches Asthma entwickelt. Die ARIA-Konsensusgruppe (Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma) der WHO warnt in ihrem Positionspapier 1 vor diesem Asthmarisiko und empfiehlt eine konsequente pharmakologische Therapie der AR. Voraussetzung für ein adäquates Therapiemanagement ist eine detaillierte Allergiediagnostik durch den Allergologen und genaue Aufklärung des Patienten über die Möglichkeiten der Behandlung. Die Verordnung von rasch wirksamen, effizienten Medikamenten verbessert die Compliance und die Therapieadhärenz der Patienten wesentlich ...


Experten Statement – Empfehlungen zur Behandlung von Urogenitalinfektionen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung, die aufgrund der inhärenten metabolischen Störung und infolge hämodynamischer Veränderungen im Krankheitsverlauf zu zahlreichen akuten und chronischen Komplikationen wie vaskuläre Erkrankungen und Nierenversagen führen kann. Darüber hinaus zeigen klinische Erfahrungen und epidemiologische Studien bei Diabetikern eine gegenüber Stoffwechselgesunden erhöhte Infektanfälligkeit. Vor der Entdeckung des Insulins und von Antibiotika waren Infektionen wesentlich für die hohe Morbidität und Mortalität von Diabetes-Patienten verantwortlich. In den 1920er Jahren verstarb einer von fünf Diabetikern an einer Infektion, und noch in den 1960er Jahren lag dieses Verhältnis bei >1:20 Patienten [Peleg et al., 2007]. Trotz aller Fortschritte in der Behandlung von Diabetes und Infektionen ist bei Diabetikern das Infektionsrisiko nach wie vor stark erhöht [Shah & Hux, 2003] ...


New Drugs-Statement – FluenzTMTetra-Nasenspray in der Prävention der saisonalen Influenza bei Kindern und Jugendlichen

Jedes Jahr kommt es in den Herbst- und Wintermonaten zum Ausbruch von Grippewellen, die in ihrer Ausbreitung und Schwere erheblich variieren können. Während der saisonalen Influenza infizieren sich rund 5–15 % der Bevölkerung mit dem Grippevirus, wobei die Inzidenz im Kindesalter mit bis zu 35 % deutlich höher liegt [Paget et al., 2010]. Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Menschen ab 65 Jahren sind besonders gefährdet: Mehr als 60 % aller Influenza-assoziierten Hospitalisierungen und rund 90 % der Todesfälle fallen in diese Altersgruppen [Impfplan 2014]. Kinder weisen jedoch nicht nur hohe Erkrankungsraten auf, sie tragen auch durch ihre zahlreichen sozialen Kontakte in Betreuungseinrichtungen, Schulen und in den Familien sowie durch ein alterstypisches hygienisches Verhalten entscheidend zur Ausbreitung der Virusinfektion bei. Aufgrund des noch nicht voll entwickelten Immunsystems können Säuglinge und Kleinkinder Influenzaviren in hohen Konzentrationen bereits 6 Tage vor und noch bis zu 14 Tage nach Ausbruch der Erkrankung ausscheiden [Zimmerman, 2005; Ruf & Knuf, 2014] ...


Kasuistikfolder – Dapagliflozin in der Diabetesbehandlung

Die Patientin leidet seit 2004 an Diabetes mellitus, der anfangs mittels einer Lebensstilintervention und Metformin 1000 mg (1-0-1) behandelt worden war. Nach zwei Jahren wurde die orale antiglykämische Behandlung durch Pioglitazon 30 mg (1-0-0) ergänzt, das allerdings kurz danach aufgrund einer Gewichtszunahme von 3 kg wieder abgesetzt wurde. Wegen erhöhter Blutzuckerwerte erweiterte der behandelnde Hausarzt die Therapie um einen Sulfonylharnstoff, woraufhin sich die Blutzuckerwerte der Patientin etwas verbesserten, jedoch ohne die gewünschte Gewichtsreduktion. Die Patientin nahm hingegen sogar um weitere 1,5 kg zu. Bislang waren keine Hypoglykämien aufgetreten, wobei dies angesichts persistierender Blutzuckerwerte über 150 mg/dl nicht verwunderlich ist. 2006 wird die Patientin erstmals in der Ordination vorstellig, und folgende anamnestische Informationen werden eingeholt: Der Spätschädencheck ergab eine geringgradige sensorische Neuropathie, Fundi und Nieren waren ohne Befund, es fand sich auch kein Hinweis auf eine signifikante Atherosklerose. Daneben bestanden eine arterielle Hypertonie und eine Dyslipidämie bei normaler Nierenfunktion ...


Experten Statement – Definition, Diagnose und Therapie chronischer Rückenschmerzen – Schnittstellenmanagement zwischen Allgemeinmedizin und Neurologie

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten von Patienten berichteten Beschwerden in der primärärztlichen Versorgung und sind neben Kopfschmerzen die häufigsten Schmerzsyndrome, die aufgrund medizinischer, sozialer und psychischer Faktoren zu einer Langzeitbehinderung führen. Neben dem individuellen Leid sind Rückenschmerzen durch Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung auch mit gravierenden Kosten für die Volkswirtschaft verbunden: In Österreich belaufen sich die jährlichen direkten und indirekten Kosten aufgrund von Rückenschmerzen auf rund sechs Milliarden Euro. Bei bis zu 50 % aller Rückenschmerzen findet sich eine neuropathische Schmerzkomponente („mixed pain“), die sich schleichend entwickelt und meist erst Tage oder Wochen nach einem Ereignis, wie z. B. einem Bandscheibenvorfall manifestiert. Diese komplexen Schmerzsyndrome bedürfen einer sorgfältigen Anamnese und differenzierten Diagnostik, da die identifizierte Ursache maßgeblich die Wahl der therapeutischen Option bestimmt. Um die therapeutischen Maßnahmen bei chronischen Rückenschmerzen in Österreich zu erfassen und zu evaluieren, wurde im September und Oktober 2012 eine österreichweite telefonische Umfrage bei niedergelassenen Ärzten durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 111 Allgemeinmediziner und 40 Neurologen ...


Experten Statement – 1 Jahr Bretaris® Genuair® in Österreich:Erfahrungen aus der klinischen Praxis zum Einsatz von Bretaris® Genuair® in der Behandlung der COPD

Die COPD ist eine der wichtigsten chronischen, nicht-übertragbaren Erkrankungen, deren Prävalenz hinsichtlich der behandlungsbedürftigen Patienten (GOLD-Stadium ≥ 2) etwa 5 –10 % beträgt (Buist et al., 2007), wobei die Prävalenz der COPD aufgrund der sich verändernden Altersstruktur weiter zunehmen wird (Hoogendoorn et al., 2005). Österreich liegt mit 10,7 % der COPD-Patienten im GOLD-Stadium II und darüber im internationalen Durchschnitt. Insgesamt ist jedoch eine hohe Dunkelziffer zu verzeichnen: 9 – 30 % der Patienten sind trotz Vorhandensein der klassischen COPD-Symptomatik nicht diagnostiziert, etwa zwei Drittel dieser Patienten erhalten keine adäquate Therapie (Decramer et al., 2002). Somit kann von 400.000 behandlungsbedürftigen, nicht-diagnostizierten COPD-Patienten bzw. von 50.000 Österreichern im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium ausgegangen werden (Schirnhofer et al., 2007) ...


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